Alle suchen nach dem Sinn des Lebens. Aber wie finde ich den eigentlich? Und warum macht mich diese Suche so verdammt Manipulierbar?

 

Donnerstag Vormittag. Ich sitze daheim und habe nichts zum tun. Mein nächster Klient kommt erst in 5 Stunden, meine Freundin ist in der Uni, das Wetter ist auch nicht so gut und ich hab grad nichts sinnvolles zu tun.

 

Shit.

 

Und schon schleicht sich dieses komische Gefühl ein. Dieses Gefühl, meine Zeit zu verschwenden. Das Gefühl, das mir sagt: Mark, tu jetzt sofort irgendwas sinnvolles! Etwas produktives! Bring etwas vorwärts…

 

 

Letztes Wochenende war ich auf einem Seminar. „Reset – Hirn auf Null“ bei Julian Wolf und Sebastian Link. Eines der Hauptthemen war unser persönliches Mangelgefühl, also die Dinge, bei denen wir das Gefühl haben zu wenig zu haben.

Beim Gedanken an die Situation vom Dienstag kam mir genau ein Mangel ganz groß an: Der Mangel an Sinn.

Ist es sinnvoll, wie ich mein Leben gestalte?

Ich meine ich bin mit meinem Traumberuf selbstständig, trainiere Kids in Leichtathletik, gehe Kickboxen und laufen, bin VP PR bei den lokalen Toastmasters und in mehreren Pen&Paper-Rollenspielgruppen. Ich könnte also nicht behaupten, wenig zu machen! Aber in der Zeit, in der ich nichts tue, kommt immer wieder dieses Gefühl…

 

Und dann, in einem unerwarteten Augenblick kam bei mir eine ganz wichtige Erkenntnis durch. Eine Erkenntnis, die mein Leben verändert hat:

 

Sinn ist nichts was eine Sache hat. Sinn ist etwas, was wir ihr geben.

 

Fuck! Ich hab also all die Jahre vor mich hin gelebt und mich beim nichts tun sinnlos gefühlt… und hab mir das Selbst gemacht? Alles was ich gebraucht hätte, wäre die Entscheidung gewesen, auch dem nichts tun Sinn zu geben? Ohje…

 

Ob du etwas als Sinnvoll erachtest oder nicht, ist eine Frage der Wertung und wie du etwas wertest, hängt von deinen persönlichen Werten ab. Deine Werte wiederum sind – bevor du dich bewusst mit ihnen beschäftigst – das Produkt von Erziehung, gesellschaftlichen Einflüssen und Erfahrung.

 

Werte, und damit auch dein persönliches Sinnempfinden entstehen also anfangs durch den Einfluss von außen. Jetzt spinnen wir diesen Gedanken mal einen Schritt weiter:

Dein Wertesystem ist also das Ergebnis von dem, was du jeden Tag konsumierst.

Wenn du jetzt jeden Tag Fern siehst, Zeitung liest und einfach „ganz normal“ lebst und dazu deine Werte nie bewusst hinterfragst, dann sieht dein Wertesystem in etwa so aus:

1. Geld

2. Erfolg

3.Schönheit

4. Liebe

5. Status/Anerkennung

In meinen Augen sind das die Top-5 Werte, die uns kommuniziert werden. Wenn du die Werte eines Menschen kennst, dann kannst du ihn beeinflussen. Wenn du die Werte einer ganzen Menschengruppe steuerst, dann kannst du alles mit ihm machen!

Denn wenn in deinem Kopf installiert ist, das Geld der höchste Wert ist (in der Regel ohne dass es dir bewusst ist), dann wirst du auch so handeln. Und dann wird das Streben nach Geld alles andere, jede Handlung und jeden Preis wert sein. In dem Moment bist du gerne bereit, deine Gesundheit für Geld zu opfern, deine Beziehungen, dein Wohlergehen, deine Mitmenschen und den ganzen Planeten.

Und jetzt stell dir vor es kommt jemand, der dein Wertesystem kennt und dir anbietet, dir genau diese Werte zu erfüllen. Der dir sagt:

 

Wenn du dieses Produkt kaufst, wirst du als Erfolgreich wahrgenommen, wirst sexyer, findest deine Traumfrau und bekommst den Boss-Status“.

 

Wie könntest du dann anders, als diesem Angebot aus der Hand zu fressen?

Dies ist genau das Konzept, wie Mediale Beeinflussung funktioniert.

 

Schritt 1:

Programmiere dem Menschen von klein auf ein ganz bestimmtes Wertesystem ein.

Schritt 2:

Setze die Maßstäbe so, dass diese Werte nur schwer erfüllt werden können. (Mangelgefühl)

Schritt 3:

Biete die magische Lösungen an, mit denen die Menschen ihre Werte vermeintlich oder kurzzeitig erfüllt bekommen.

Schritt 4:

Brandmarke die, die dein Spiel nicht mitspielen als Realitätsfremd, Looser, Versager, Verschwörungstheoretiker oder sonstwas.

 

Auf diesem System, das wirklich gut funktioniert, baut sich unsere ganze Gesellschaft auf. Menschen, die ihr Wertesystem nicht hinterfragen, sind so manipulierbar wie heißes kerzenwachs; und das bringt uns wieder zurück zum Thema Sinn.

Das geben von Sinn generiert sich aus deinem Wertesystem. Wenn das, was du tust, deinen Werten entspricht, macht es Sinn. Wenn du dein Wertesystem von jemand anderem übernimmst, entscheidet er, was für dich Sinn macht.

Noch ein gutes Beispiel aus dem Alltag: Strukturvertriebe arbeiten genau nach diesem Konzept.

 

Was kannst du jetzt tun?

Die Lösung und damit auch der Sinn des Lebens, lassen sich in einer ganz einfachen Strategie entdecken:

Schritt 1:

Mach dir bewusst, dass dein Wertesystem vermutlich von außen programmiert ist.

Schritt 2:

Vergiss für einen Augenblick alles, was war.

Schritt 3:

Hinterfrage dein Wertesystem und strukturiere es neu, nach deinen Maßstäben.

Nimm dazu alle Werte dir dir einfallen (Gesundheit, Erfolg, Liebe, etc.) und vergleiche sie hierarchisch nach dem K.O.-Prinzip, bis du deine Top 5 oder Top 10 hast.

Schritt 4:

Mach dir bewusst, dass du es bist, der den Dingen Sinn gibt.

Schritt 5:

Entscheide dich, ob dein Leben für dich sinnvoll ist oder nicht und fühl dich danach.

Fertig.

 

Jetzt hast du den Sinn des Lebens gefunden. Den Sinn des Lebens machst du dir nämlich selbst. Und wenn du es nicht tust, tuen andere es für dich.

 

Diese Erkenntnis hat mir massiv geholfen. Denn seit ich von diesem Seminar zurück bin, kann ich auch bequem nur daheim sitzen und mich entspannen, ohne dass es sich für mich sinnlos anfühlt. Ich weiß, dass ich mir damit was gutes tue und möchte, dass es für mich Sinn hat, also Lebe ich einfach so.

Ade, Suche nach dem Sinn des Lebens!

Liebe Grüße und viel Spaß beim umsetzen,

 

Mark

 

PS: Das geniale Foto stammt von: https://www.facebook.com/CollectiveEvolutionPage

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Mark Oswald Livetheadventure

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