Viele Männer stehen vor dem Problem, von Frauen einfach nicht so wahrgenommen zu werden, wie sie es sich wünschen. Sie landen in der „Friendzone“ und wissen oft nicht warum. Hier sind meine Top-6 Gründe, warum es so kommt.

 

  1. Du bist nett

In Deutschland lernen Jungs von klein auf: Sei immer nett zu Frauen. Erfüll ihnen ihre Wünsche, sei nie böse oder zu ruppig und nimm sie ernst, wenn sie sich aufregen. Gib ihnen so oft recht wie du kannst, dann wirst du schnell deine Traumfrau finden und glücklich werden.

 

Hollywood-Filme, mit ihrer völlig verzerrten Realität tun dann auch noch ihren Teil. Die Botschaft ist meist: Wenn du erstmal die Welt gerettet und den bösen Superschurken besiegt hast, bekommst du die Frau deines Lebens – auch wenn sie dich vorher keinen Meter beachtet hat.

 

Die traurige (oder fröhliche, wie manns nimmt) Wahrheit ist aber: Wenn du immer nett bist, bist du automatisch langweilig, uninteressant und versteckst mit ziemlicher Sicherheit, was wirklich in dir vorgeht. Es gibt keinen sichereren Weg in die „Friendzone“, als immer nett zu sein.

 

Viele Männer sehen nett sein, also immer recht geben, nie laut oder böse sein, jeden Drink und jedes Essen zahlen als eine Art „Zahlungsmittel“, um die Symphatie und die Pussy einer Frau zu gewinnen. Da es nicht funktioniert, führt dieses Verhalten automatisch zu Frust und manchmal sogar regelrecht zu Hass gegen das andere Geschlecht. Stichwort: Ich mach doch alles was mir beigebracht wurde, warum stehen diese dummen Weiber dann immer auf die Arschlöcher und nicht auf mich, wo ich doch so viel lieber bin.

 

Letzten Endes sind „Arschlöcher“ in der Regel Männer, die keine Angst (JA, nette Männer haben in der Regel Angst sich zu zeigen) davor haben, einfach sie selbst zu sein. Ehrlich, ruppig und direkt. Die Frauen nicht automatisch wie bessere Menschen oder Prinzessinnen behandeln, sondern einfach wie Menschen. Ecken und Kanten zu haben macht interessant und zu sich selbst zu stehen zieht an.

 

Wenn du also zu nett bist und dadurch regelmäßig in der Friendzone landest und frustriert bist, beginne erstmal damit, zu dir, deinen Wünschen und Bedürfnissen zu stehen und hinterfrage die „Disney-Rollenbilder“, die dir vermutlich von klein auf beigebracht wurden.

 

Umkehrung: Wenn du kein Problem damit hast, zu dir zu stehen und dich nicht für Frauen verstellst, dann ist es auch überhaupt kein Problem nett zu sein. Ich bin in der Regel sehr nett, kenne den Begriff „Friendzone“ aber praktisch nicht mehr.

 

  1. Du versuchst dich toller darzustellen als du bist

Jeah, letzte Woche hatte ich 17 Frauen in der Kiste, ich bin der größte und alle Mädels fliegen auf mich, ich bin so geil…!“

 

In der Regel haben Männer, die die ganze Zeit versuchen sich Krampfhaft als die geilsten darzustellen gewaltige Ego-Probleme und lächzen nur so nach Anerkennung. Das lustige daran: Frauen merken sowas ganz deutlich. Vielleicht hören sie dir zu, vielleicht tun sie auch ganz beeindruckt, aber hinter deinem Rücken lachen sie dich aus.

 

Wenn du wirklich ein ganz großer bist, dann hast dus nicht nötig jedem auf die Nase zu binden wie genial du bist. Wenn du so richtig gut bist, spricht deine Ausstrahlung und dein Handeln für dich, dein Ruf eilt dir voraus und Menschen sprechen über dich.

 

Wenn du also ständig jedem auf die Nase binden musst, wie toll du bist: Hör auf damit, du verhältst dich wie ein Idiot. Stell das Gerede ein und lass deine Taten sprechen.

 

  1. Du versteckst deine Sexualität

Männer, die ihre Sexualität verstecken sind Langweilig!!!

 

Wenn dir irgendwann beigebracht wurde, dass es total sexistisch ist, frauen Komplimente zu machen und zu kommunizieren, dass du sie interessant findest, dann tu dir selbst einen Gefallen und VERGISS DIESEN BULLSHIT! Frauen LIEBEN Komplimente, Frauen lieben Aufmerksamkeit und Frauen lieben Männer, die zu ihrer Sexualität stehen.

 

Warum sollte ein Mann, der Angst vor seiner eigenen Sexualität hat, für eine Frau spannend sein? Frauen wollen sich bei ihrem (Sex-)Partner wohlfühlen, wollen Sicherheit spüren und aufgehoben sein. Wenn du schon im Alltag Angst hast, wie sieht dass dann erst im Bett aus?

Wenn du bisher deine Sexualität versteckt hast, dann taste dich langsam daran heran, ehrlicher zu werden. Fang mit kleinen Komplimenten an und teste die Wirkung.

 

 

  1. Du stellst Frauen auf einen Podest

Dieser Punkt geht oft Hand in Hand mit „Du bist zu nett“. Viele Männer sehen Frauen als „höhere Wesen“, als „bessere Menschen“ oder sonstwas wichtigeres an. Das ist nicht nur total sexistisch, sondern auch riesiger Bullshit. Warum sind Frauen für dich was besseres? Was haben sie getan, damit du sie auf einen Thron stellst?

 

Wenn du Frauen glorifizierst, dann hör auf damit. Frauen sind nicht zwar ein anderes Geschlecht, aber deswegen weder besser noch schlechter als wir. Ende.

 

 

  1. Du versuchst dir Liebe zu kaufen

Hey, ich find dich süß, darf ich dir einen Drink ausgeben?“

 

So oder so ähnlich klingt die meist verwendetste Pickup-Line Deutschlands. Unzählig viele Männer versuchen Abend für Abend, sich die Aufmerksamkeit von Frauen zu kaufen. Aber was ist die Botschaft davon?

 

Hallo. Ich bin so wie ich bin noch nicht wertvoll genug, dass du deine wertvolle Zeit damit verschwendest, mit mir armen Wurm zu sprechen. Deswegen kaufe ich dir jetzt ein Getränk, damit es für dich einigermaßen erträglich wird, mit mir zu sprechen.“

 

Männer, habt ihr das wirklich nötig? Ihr seid von Grund auf O.K. Und genauso wertvoll wie jeder andere Mensch auch – und ja, Frauen sind auch Menschen!!! Hör also endlich auf damit, dir Aufmerksamkeit kaufen zu wollen.

 

Ich hab das früher genauso gemacht. Und weißt du was rauskam? Richtig, genau das selbe wie bei dir: Nichts.

 

 

  1. Du suchst in Frauen eine neue Mama

Viele Männer haben sich nie wirklich vom warmen Schoß ihrer Mama abgenabelt und wollen ihre Nabelschnur später wo anders wieder anstecken. Das äußert sich dann so, dass ihre Beziehungen nach einigen Monaten genauso aussieht, wie früher das Verhältnis zu ihrer Mutter. Sie schafft an, organisiert, kümmert sich um alles, du fühlst dich schuldig, machst was sie sagt und hast dich zu benehmen. Wenn das dich und deine Partnerin glücklich macht, Super! Wenn du aber merkst, dass ihr beide tierisch drunter leidet, dann tu etwas!

Schneid die Nabelschnur endlich durch und trau dich, endlich auszuwachsen.

 

 

Fazit:

Zu viele Männer haben immer wieder das gleiche Problem. Sie werden von Frauen als potentieller Partner gar nicht erst wahrgenommen und landen als „guter Freund“ in der Friendzone. Die Lösung für dieses Problem liegt einfach gesagt darin, zu deiner inneren Männlichkeit zu finden.

 

Ich empfehle dir nicht, diesen Weg allein zu gehen. Der direkteste Weg zur Männlichkeit liegt im Kontakt zu anderen Männern, ohne Pausenlos dem Einfluss von Frauen ausgesetzt zu sein. Ich möchte dir einige Möglichkeiten vorstellen, einen Schritt vorwärts zu gehen:

 

 

  1. Literatur

Ich empfehle dir:

Der Weg des wahren Mannes“ von David Deida

Männlichkeit Leben von Björn Leimbach

Lob des Sexismus von Lodovico Santana

 

  1. Coaching

Wenn du einen guten Coach für deine Männlichkeit suchst empfehle ich dir John Aigner. Du findest seine Angebote, auch das legendäre „Eisenhans-Seminar“ unter

http://www.mannsvolk.net/

 

  1. Männergruppen

Die Zahl der Männergruppen in Deutschland wird schönerweise immer größer. Vielleicht gibt es auch in deiner Nähe eine, in der du einach mal Zeit nur mit Männern verbringen kannst. Du wirst sehen, die Gespräche sind dort tiefgreifender, das Feedback ehrlicher und die atmosphäre Maskuliner.

 

  1. Kampfsport

Ich kann nicht genau erklären warum, aber Kampfsport hat mir sehr geholfen. Es baut Selbstvertrauen auf, erhöht die Testosteronwerte und tut einfach gut.

Ich wünsche dir viel Vergnügen beim umsetzen!

 

Dein,

 

Mark Oswald

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